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Thema: Die Angst vor der Inflation

  1. #1
    Schlimmer als Cobra Avatar von Vatrena
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    Die Angst vor der Inflation

    Aus gegebenen Anlass, ein Thema, um welches keiner mehr kommt:

    Gastbeitrag von Marc Friedrich
    EZB in der Zwickmühle: Das Ende des Euro wird immer wahrscheinlicher

    Die Entscheidung der Europäische Zentralbank, den Leitzins im Juli um 0,25 Prozentpunkte anzuheben, gleicht einer Verzweiflungstat. Aufgrund der hohen Inflation in Europa und der immensen Staatsverschuldung der südlichen Länder steckt die EZB in einer großen Zwickmühle. Ein Ende des Euros wird so immer wahrscheinlicher.

    Die Zinswende ist endlich da! Ist sie das tatsächlich? Nach elf Jahren schickt sich die EZB an, zum allerersten Mal wieder die Zinsen zu erhöhen, und zwar um 25 Basispunkte auf - jetzt halten Sie sich fest - 0,25 Prozent. Kein Witz. Alleine diese Verzweiflungstat verdeutlicht, wie rat- und planlos die Währungshüter in Frankfurt sind.
    Sie haben weder der historisch hohen Inflation noch den aktuellen Krisen etwas entgegenzusetzen. Der Grund ist einfach: Das Pulver wurde in den letzten Jahren komplett verschossen. Die Finanz-, die Euro- und zuletzt die Coronakrise haben die EZB immer weiter in die Ecke gedrängt. Parallel hat man angefangen, auch andere Themen wie die grüne Transformation mit dem Green Deal zu beackern. Die Antworten auf jeder dieser Krisen waren immer dieselben: Gelddrucken und Zinssenkungen. Diese Klaviatur wurde inflationär gespielt.

    Das Ergebnis ist imposant, aber nicht gut: Durch das stetige Gelddrucken hat sich die Bilanz der EZB auf gigantische 8,81 Billionen Euro aufgebläht, was circa 84 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) der Eurozone entspricht.


    Das Resultat ist eine historisch hohe Inflationsrate von 8,1 Prozent in der Eurozone. Zudem liegen 40 Prozent der Staatsschulden in der Bilanz der EZB. Parallel haben sich die Regierungen bis zur Halskrause verschuldet und benötigen die Inflation mehr als es der EZB recht ist, um ihre Schulden auf Kosten der Bürger zu entwerten. Denn die Bürger zahlen die Zeche durch steigende Preise, weil ihnen in der EU damit parallel die Kaufkraft immer weiter genommen wird.


    Hand in Hand ist die Vermögenspreisblase mit der Bilanz der EZB in den letzten Jahren gestiegen. Aktien, Oldtimer, Kunstwerke, Immobilien usw. - alle sind in Euro weiter angeschwollen. Dies spiegelt lediglich den Kaufkraftverlust wider. Wer sich zum Beispiel vor zehn Jahren eine Immobilie gekauft hat, bekommt nun doppelt so viele Papierscheine für dasselbe Objekt - ob renoviert oder nicht. Die Immobilie ist weder auf die doppelte Größe gewachsen noch hat sich das Grundstück in seiner Größe verdoppelt, sondern es verdeutlicht lediglich, dass sich die Kaufkraft der Papierscheine der EZB im Wert halbiert haben und wir alle de facto Kaufkraft verloren haben.


    Seit Einführung des Euros 2001 hat der Euro offiziell laut Statistischem Bundesamt über 35 Prozent an Kaufkraft verloren. Nimmt man aber einen objektiveren Gegenwert heran wie zum Beispiel den Goldpreis, sind wir bei über 90 Prozent Kaufkraftverlust, was der Realität doch um einiges näherkommt. Vor allem, wenn man sieht, wie sich die Immobilienpreise, Aktienmärkte usw. entwickelt haben. Die EZB hat damit planwirtschaftlich und sozialistisch organisiert die Reichen reicher gemacht - auf Kosten der ärmer werdenden Mittelschicht.


    Wir haben nichts anderes gesehen wie den von mir prognostizierten größten Vermögenstransfer in der Geschichte der Menschheit von unten, der Mitte und oben nach ganz ganz oben in die Hände immer weniger. Dies ist der Cantillon Effekt, der leider wie geschmiert funktioniert. Die geradezu lächerliche geplante Zinserhöhung der EZB, die zaghaft und unsicher wirkt, wird weder der 8,1 Prozent Inflationsrate noch der Schuldenlast gerecht.


    Die nächste Krise ist schon programmiert!

    Wie immer hat die EZB zu spät und zu wenig reagiert. Sie kann die Zinsen gar nicht markant erhöhen, da sonst die Südstaaten Europas der Reihe nach umkippen würden.
    Die EZB steckt in der Zwickmühle: Sie kann zwischen der Bekämpfung der Inflation wählen oder den Euro sowie die Südstaaten Europas zu retten und am Leben zu erhalten. Beides zusammen geht nicht. Es bahnt sich daher schon die nächste große Krise an.

    Ein Blick auf die Staatsanleihen im Euroraum verdeutlichen das Dilemma: Schon jetzt klaffen die Staatsanleihen wieder weit auseinander. Italien muss aktuell 2,5 Prozent mehr Zinsen am Kapitalmarkt für neue Schulden berappen als Deutschland.


    Das Problem: Für ein Land mit einer Schuldenquote von nahezu 150 Prozent zum BIP ist jeder Prozentpunkt schmerzhaft.

    Die EZB befindet sich im Endspiel

    In Deutschland sahen wir im Mai ein 50-Jahreshoch der Inflationsrate mit 7,9 Prozent. Dies alles auf den Krieg in der Ukraine zu schieben, ist zu einfach. Schon davor hatten wir deutlich über 5 Prozent Inflation.

    In diesem Chart kann man gut erkennen, wie hohe Inflationsraten in der Vergangenheit mit steigenden Zinsen bekämpft wurden.


    Dieses Mal hat die Europäische Notenbank das Problem, dass der Zins bei 0 Prozent liegt und damit der Spielraum der EZB in Frankfurt mehr als eingeschränkt ist. Aber dies ist nicht das einzige Problem: Wir haben zusätzlich noch Krieg in Europa, die Kollateralschäden der Corona-Krise wie z.B. kaputte Lieferketten, eine drohende Rezession und Lockdowns in China sowie eine Energiekrise, die teilweise durch eine falsche Energiewende selbst verursacht wurde.
    All das spricht für eine bevorstehende, große Krise.
    Die EZB muss sich also nun entscheiden zwischen Pest und Cholera: Bekämpft sie die Inflation und beendet damit das Währungsexperiment Euro, dann schickt sie die Zombiestaaten in den Bankrott. Rettet sie diese, riskiert sie eine Hyperinflation. Egal wie man es dreht und wendet, beides führt zum gleichen Ergebnis: dem Ende des Euros!

    https://m.focus.de/finanzen/ezb-zins...107967293.html

    Ich bin schon mal bei den aktuellen Maßnahmen der EZB gegen die Inflation.

    Es kommen harte Zeiten auf uns zu!

  2. #2
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  3. #3
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    naja dies hören wir schon seit 15 jahren von dr unsinn und locus

  4. #4
    Tja Europa wird von Schwach matten regiert.

  5. #5
    Den Artikel von Marc Friedrich hab ich auch gelesen.
    Den Euro gibt es seit über 20 Jahren und genauso lange wird ihm alle paar Jahre das Ende prophezeit. Nur komischerweise ist er immer noch da und wird am 1. Januar 2023 in Kroatien und 1 Jahr später in Bulgarien eingeführt. Schon klar dass Serben da neidisch sind...aber sie könnten ja den angeblich so starken russischen Rubel in ihrem Land dafür einführen .
    Im Ernst-es gab die letzten Jahre mehr oder weniger keine Preissteigerungen - das hat auch vielen Ökonomen nicht gefallen.
    Und dieselben Experten die noch vor einem Jahr gesagt haben dass es auf absehbare Zeit (+10 Jahre) keine Inflation und Zinserhöhungen gibt erzählen jetzt dass es die nächsten Jahre immer hohe Inflationsraten gibt. Sehr vertrauenswürdig.
    Die Journaille freut sich jedenfalls denn nach der Coronapanikmache kommt jetzt die Inflationspanikmache. Ist das Thema durch kommt wieder der Klimawandel dran.
    Was soll eigentlich die Türkei mit 70 % Inflation zu dem Thema sagen?
    Die scheinen irgendwie damit leben zu können-obwohl Erdogan diesbezüglich schon ein selten dämlicher Idiot ist und lieber die eigene Bevölkerung vor die Hunde gehen lässt als die Zinsen mal vernünftig zu erhöhen.
    Geändert von Chessfrank (17.06.2022 um 01:07 Uhr)

  6. Das folgende Mitglied bedankt sich bei Chessfrank für diesen Post:

    Rahovec (17.06.2022)

  7. #6
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    Zitat Zitat von DC139 Beitrag anzeigen
    Tja Europa wird von Schwach matten regiert.
    Von kranken perversen scheliskies trotzkinskis. Putin ist die letzte hoffnung

  8. #7
    Die von Hass zerfressene Deutsche Mark muss wieder her. Ich wäre damit gut aufgestellt, denn ich hab noch nen alten Hunderter im Garten vergraben ca 6 Meter tief.

  9. Das folgende Mitglied bedankt sich bei Bert für diesen Post:

    DC139 (17.06.2022)

  10. #8
    Administrator Avatar von BlackJack
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    Zitat Zitat von Make-donia Beitrag anzeigen
    Von kranken perversen scheliskies trotzkinskis. Putin ist die letzte hoffnung
    Das ist deine letzte Hoffnung

    Dieses Land ist wegen kollektiver Verdummung dem Tod geweiht

  11. Die folgenden 3 Mitglieder bedanken sich bei BlackJack für diesen Post:

    Bert (17.06.2022), Kostandini i Madh (17.06.2022), Nikos (18.06.2022)

  12. #9
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    Zitat Zitat von Bert Beitrag anzeigen
    Die von Hass zerfressene Deutsche Mark muss wieder her. Ich wäre damit gut aufgestellt, denn ich hab noch nen alten Hunderter im Garten vergraben ca 6 Meter tief.
    Man müsste den Bakterien die sowas zersetzen beibringen sie zu duplizieren und 1:1 herzustellen, aber vermutlich sind sie zu blöd dazu
    Dieses Land ist wegen kollektiver Verdummung dem Tod geweiht

  13. #10
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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Das ist deine letzte Hoffnung

    Den bewahrst du bestimmt dort auf, wo du dein regenbogenbüchlein versteckst

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